Scherzelle für erhöhte Temperaturkonstanz bei
vortemperierten Proben
Zur
Untersuchung von Proben bei Temperaturen unter- oder
oberhalb der Raumtemperatur dienen die Scherzellen MTL (Bild
oben, Querschnittsfläche entsprechend Typ M), STL
(entsprechend Typ S) sowie die Wandreibungszelle WMTL
(entsprechend WM). Sie zeichnet sich durch erhöhte
Wärmekapazität (größere Eigenmasse, Edelstahl) und
reduzierten Wärmeübergang zum Antriebskopf sowie zur
Umgebung aus (Abdeckung von Bodenring und Deckel mit
Kunststoff). Damit kann eine zuvor mit der Scherzelle
temperierte Pulverprobe mit dem Ringschergerät RST Mk II
(oder RST-01.pc) untersucht werden. Die Temperaturänderung
ist gegenüber normalen Scherzellen deutlich reduziert.
Durchströmbare Scherzelle

Mit der
durchströmbaren Scherzelle MA kann eine Probe während der
Messung mit Gas durchströmt werden, z.B. um eine definierte
Feuchtigkeit oder Gaszusammensetzung innerhalb der
Schüttgutprobe zu erreichen. Ein Schlauchanschluss dient zur
Gaszufuhr von unten, durch einen perforierten Deckel sowie die
Spalte zwischen Deckel und Bodenring kann das Gas wieder
austreten.
Zeitverfestigungsständer
Bei der Zeitverfestigungsmessung wird untersucht, wie sich
ein Schüttgut bei Lagerung in Ruhe (wie z. B. in einem Silo
oder IBC) verfestigt. Um dies zu messen, wird die
Schüttgutprobe zunächst mit dem Ringschergerät verfestigt,
dann unter konstanter Last gelagert, anschließend erneut
geschert. Dies alles kann automatisch mit dem Ringschergerät
erledigt, werden, ohne dass die Scherzelle mit der
Schüttgutprobe vom Gerät genommen werden muss. Der Nachteil
ist aber, dass das Gerät durch diese Probe blockiert ist.
Daher empfiehlt sich die Verwendung eines
Zeitverfestigungsständers zur externen Lagerung.
Beim Zeitverfestigungsständer wird die
Verfestigungsspannung durch Gewichtsstücke eingestellt. Nach
der gewünschten Zeit (z.B. ein Tag oder eine Woche) wird die
Scherzelle mit Schüttgutprobe wieder auf das Ringschergerät
gesetzt und die Festigkeit des Schüttgutes gemessen.
Der
offene Zeitverfestigungsständer Typ 1SM-O dient zur Lagerung
von einer Scherzelle (Typ M, S oder XS; Maximalbelastung 15
kg). Die Verfestigungsspannung wird durch eine
Belastungsvorrichtung auf die Schüttgutprobe aufgebracht,
die am oberen Ende mit einer Platte zur Aufnahme von
Gewichten versehen ist.
Der
offene Zeitverfestigungsständer Typ 1S-O ist etwas kleiner
als Typ 1SM-O und dient zur Lagerung einer Scherzelle Typ S
oder XS (maximale Belastung 15 kg). Die
Verfestigungsspannung wird wie beim Typ 1SM-O durch eine
Belastungsvorrichtung und Gewichte aufgebracht. Die Lagerung
im offenen Zeitverfestigungsständer ist von Vorteil, wenn
das Verhalten bei bestimmten Umgebungsbedingungen simuliert
werden soll, indem die Schüttgutprobe mit der Scherzelle
z.B. in einem Klimaschrank oder Ofen gelagert wird.
Das
Bild rechts zeigt den geschlossenen Zeitverfestigungsständer
1S-C. Die im Bild nicht sichtbare Scherzelle befindet sich
in einem zylindrischen Schutzbehälter, der zur Abschirmung
der Scherzelle von der Umgebungsatmosphäre dient. Mittels
Schlauchanschluss kann konditionierte Luft oder Gas in den
Innenraum der Schutzbehälters geblasen werden.
Der Zeitverfestigungsständer 1S-C basiert auf dem offenen
Zeitverfestigungsständer 1S-O, der mit einer Schutzhaube
versehen wird. Die Schutzhaube kann auch nachträglich
ergänzt werden.
Zur Reduzierung der für eine bestimmte
Verfestigungsspannung aufzulegenden Gewichte sind
Zeitverfestigungsständer mit Hebelarm verfügbar. Das Bild
unten zeigt Typ 1SM-O-L4 mit Hebelarm 4:1 (ohne
Schutzhaube), außerdem bieten wir ein Modell mit einem
Hebelarm 2:1 an (Typ 1SM-O-L2).
Gewichtsstücke
Für Messungen der Zeitverfestigung in Verbindung mit dem
Zeitverfestigungsständer (s. oben) werden Gewichtsstücke zur
Simulation der Verfestigungsspannung benötigt.
Verfügbare Gewichtsstücke:
2 kg, 1 kg, 0,5 kg, 0,2 kg, 0,1 kg, 0,05 kg.
Genauigkeit: mind. +/- 1%
Abmessungen: 10 - 14 mm dick, weitere Abmessungen je nach
Gewicht.
Gewichte als Gewichtssatz oder einzeln erhältlich.